Ausbildung

Der Beruf des Tierheilpraktikers erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Bevor man sich jedoch überhaupt für eine Ausbildung und/oder ein Ausbildungsinstitut entscheidet, sollte man sich intensiv mit dem Beruf, den staatlichen Regelungen und der Qualifikation der potentiellen Ausbildungsstätte auseinandersetzen.

Ausbildung




Staatliche Regelung
So, wie die Tätigkeit des Tierheilpraktikers staatlich nicht explizit geregelt ist, so ist auch die Ausbildung dazu nicht staatlich überwacht. Inhalte und Schwerpunkte werden von den Ausbildungsinstituten selbst bestimmt und unterscheiden sich damit von Institut zu Institut gravierend. Hinweise auf staatlich anerkannte Ausbildungen beziehen sich nicht auf den Inhalt der Ausbildung, sondern lediglich darauf, dass das Ausbildungsinstitut in seiner Gesamtheit staatlichen Regelungen entspricht - z. B. den staatlichen Regelungen  für Fernuntericht. Ein Abschluss an einer solchen "staatlich" geregelten Ausbildungsstätte bedeutet nicht, dass man hinterher ein staatlich geprüfter Tierheilpraktiker ist.

Trotzdem sollten staatliche Zulassungen und ISO-Zertifizierungen beachtet werden. Sie bedeuten, dass sich das Ausbildungsinstitut an Qualitätsstandards hält und einen nicht unerheblichen Aufwand betreibt, um diese Zertifizierung zu erhalten und zu behalten. In der Regel gehören hierzu Qualifikationen der Dozenten, Lehr- und Prüfungspläne sowie ein Qualitätsmanagementsystem. Die Einhaltung der geforderten Qualitätsstandards wird regelmäßig überprüft.
Kosten der Ausbildung
Die Ausbildung zum Tierheilpraktiker findet in der Regel an Privatschulen statt und muss daher auch selbst finanziert werden. Sie ist nur bedingt förderungsfähig (z. B. Bafög, Arbeitsamt).
Die Kosten sind von Institut zu Institut sehr unterschiedlich. Bei dem Vergleich der Kosten sollte immer das gesamte Preis/Leistungsverhältnis berücksichtigt werden. Hierzu muss betrachtet werden, welche Leistungen konkret in den angegebenen Kosten enthalten sind und welche (versteckten) Zusatzkosten z. B. für Praktika, Prüfungen, Literatur, Ausbildungsverlängerung usw. auf einen zukommen können. Wichtig ist auch abzuklären, ob eine Rückerstattung gezahlter Ausbildungskosten bei Abbruch erfolgt bzw. ob und wie die Ausbildung gekündigt werden kann und zu welchen Konditionen.

Ein Abbruch der Ausbildung kann aus verschiedenen im Vorfelde oft nicht vorhersehbaren Gründen erfolgen, z. B. Umzug, Schwangerschaft, Krankheit, Änderung der Lebensumstände usw. Es ist mehr als ärgerlich, wenn man dann noch lange für Leistungen bezahlen muss, die man nicht mehr in Anspruch nehmen kann.

Wahl der geeigneten Ausbildungsstätte

Bedenken sie, dass sie viel Geld und Zeit in die Ausbildung investieren und dass dies die Grundlage für Ihren späteren Broterwerb darstellen soll. Am Ende der Ausbildung müssen sie in der Lage sein, selbständig Diagnosen zu stellen, eine geeignete Therapie zu wählen und diese sicher durchzuführen. Für eine erfolgreiche Praxisführung sollte auch die fachliche Kommunikation mit einem Tierarzt durch die Ausbildungsinhalte im Bereich der Anatomie, veterinärmedizinischen Grundlagen und der Fachbezeichnungen gewährleistet sein. Oft führen die Institute Therapeutenlisten - auf jeden Fall aber die Verbände -  fragen sie die dort aufgeführten Therapeuten ruhig nach ihrer persönlichen Erfahrung und Meinung. Die Liste der Therapeuten im FNT finden Sie hier auf der Homepage.

Bei der Wahl der für Sie geeigneten Ausbildungsstätte sollten Sie außerdem Folgendes genauer betrachten:

  • Preis / Leistungsverhältnis  (Zusatzkosten für Praktika, Prüfungen, Literatur, Ausbildungsverlängerung, Rückerstattung bei Ausbildungsabbruch, etc.)
  • Konditionen bei Kündigung innerhalb der Ausbildungszeit
  • Qualifikation der Dozenten (Hochschuldozenten, Tierärzte, Fachleute auf ihrem Gebiet, etc.)
  • Vermittlung von ausreichenden Grundkenntnissen im Bereich Anatomie, Pathologie, Differentialdiagnostik, Gesetzgebung, diverse Naturheilverfahren, Unterscheidung Homöopathie / Tierhomöopathie etc.)
  • Vermittlung von Fachtermini speziell im Bereich Anatomie / Pathologie (erleichtert die spätere Zusammenarbeit und Akzeptanz mit dem Tierarzt)
  • ausreichendes Angebot von Praktika
  • Anzahl der gegebenen Unterrichtsstunden (ohne Einrechnung von Selbststudiumszeit) - Stundenzahl überprüfen und nachfragen, wie lang eine Unterrichtsstunde ist - nur so werden die Leistungen der Institute untereinander vergleichbar
  • Ausfallquote  der angebotenen Seminare erfragen
  • Unterrichtsstunden pro Unterrichtstag
  • Möglichkeiten der staatlichen Förderung (z. B. durch die Arge)

Ratsam ist esvauch immer, einen Probetag zu absolvieren und sich den Unterricht vor Ort selbst anzuschauen,

Unsere Partnerschule



Unser Verband arbeitet eng mit der Akademie für Tiernaturheilkunde (ATM) in Bad Bramstedt zusammen und nimmt dort auch regelmäßig die Prüfungen der Absolventen ab.


Die ATM vermittelt vor allem ein solides Basiswissen in der klassischen Schulmedizin, eine Voraussetzung für jeden Gesundheitsberuf. Die Referenten sind Hochschuldozenten, Fachtierärzte und Humanmediziner mit erheblicher Praxiserfahrung, Tierpsychologen, Biologen und Apotheker. Erfahrene Heilpraktiker sowie anerkannte Experten aus dem Bereich der Naturheilkunde führen die Praktika im Schulungszentrum durch.

Das ATM Ausbildungszentrum wurde speziell für die professionellen Anforderungen eines praxisbezogenen Unterrichts geplant und Ende 2003 fertig gestellt. Unsere Schüler verbringen ihre Studienzeit in einem angenehmen Ambiente und genießen eine perfekte Ausstattung, die das Erlernen der wichtigsten Naturheilverfahren ermöglicht. Der Unterricht findet in 19 weiteren deutschen Städten statt.